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	<title>Die Lieder des Prinzen Vogelfrei</title>
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	<description>Gedichte von Friedrich Nietsche</description>
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		<title>RUHM UND EWIGKEIT</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 14:59:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[1. WIE lange sitzest du schon auf deinem Mißgeschick? Gib acht! du brütest mir noch ein Ei ein Basilisken-Ei aus deinem langen Jammer aus. Was schleicht Zarathustra entlang dem Berge? - Mißtrauisch, geschwürig, düster, ein langer Lauerer -, aber plötzlich, ein Blitz, hell, furchtbar, ein Schlag gen Himmel aus dem Abgrund: &#8211; dem Berge selber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1. WIE lange sitzest du schon<br />
       auf deinem Mißgeschick?<br />
    Gib acht! du brütest mir noch<br />
       ein Ei<br />
       ein Basilisken-Ei<br />
    aus deinem langen Jammer aus.<br />
<span id="more-22"></span></p>
<p>    Was schleicht Zarathustra entlang dem Berge? -</p>
<p>    Mißtrauisch, geschwürig, düster,<br />
    ein langer Lauerer -,<br />
    aber plötzlich, ein Blitz,<br />
    hell, furchtbar, ein Schlag<br />
    gen Himmel aus dem Abgrund:<br />
    &#8211; dem Berge selber schüttelt sich<br />
    das Eingeweide&#8230;</p>
<p>    Wo Haß und Blitzstrahl<br />
    eins ward, ein Fluch -,<br />
    auf den Bergen haust jetzt Zarathustras Zorn,<br />
    eine Wetterwolke schleicht er seines Wegs.</p>
<p>    Verkrieche sich, wer eine letzte Decke hat!<br />
    Ins Bett mit euch, ihr Zärtlinge!<br />
    Nun rollen Donner über die Gewölbe,<br />
    nun zittert, was Gebälk und Mauer ist,<br />
    nun zucken Blitze und schwefelgelbe Wahrheiten -<br />
    Zarathustra flucht&#8230;</p>
<p>2. DIESE Münze, mit der<br />
    alle Welt bezahlt,<br />
    Ruhm -,<br />
    mit Handschuhen fasse ich diese Münze an,<br />
    mit Ekel trete ich sie unter mich.</p>
<p>    Wer will bezahlt sein?<br />
    Die Käuflichen&#8230;<br />
    Wer feil steht, greift<br />
    mit fetten Händen<br />
    nach diesem Allerwelts-Blechklingklang Ruhm!</p>
<p>    &#8211;  Willst du sie kaufen?<br />
    Sie sind alle käuflich.<br />
    Aber biete viel!<br />
    klingle mit vollem Beutel!<br />
    &#8211; du stärkst sie sonst,<br />
    du stärkst sonst ihre Tugend&#8230;</p>
<p>    Sie sind alle tugendhaft.<br />
    Ruhm und Tugend &#8211; das reimt sich.<br />
    Solange die Welt lebt,<br />
    zahlt sie Tugend-Geplapper<br />
    mit Ruhm-Geklapper -,<br />
    die Welt lebt von diesem Lärm&#8230;</p>
<p>    Vor allen Tugendhaften<br />
    will ich schuldig sein,<br />
    schuldig heißen mit jeder großen Schuld!<br />
    Vor allen Ruhms-Schalltrichtern<br />
    wird mein Ehrgeiz zum Wurm -,<br />
    unter solchen gelüstet’s mich,<br />
    der Niedrigste zu sein&#8230;</p>
<p>    Diese Münze, mit der<br />
    alle Welt bezahlt,<br />
    Ruhm -,<br />
    mit Handschuhen fasse ich diese Münze an,<br />
    mit Ekel trete ich sie unter mich.</p>
<p>3. STILL! -<br />
    Von großen Dingen &#8211; ich sehe Großes! -<br />
    soll man schweigen<br />
    oder groß reden:<br />
    rede groß, meine entzückte Weisheit!</p>
<p>    Ich sehe hinauf -<br />
    dort rollen Lichtmeere:<br />
    &#8211; o Nacht, o Schweigen, o totenstiller Lärm!&#8230;<br />
    Ich sehe ein Zeichen -,<br />
    aus fernsten Fernen<br />
    sinkt langsam funkelnd ein Sternbild gegen mich&#8230;</p>
<p>4. HÖCHSTES Gestirn des Seins!<br />
    Ewiger Bildwerke Tafel!<br />
Du kommst zu mir? –<br />
Was keiner erschaut hat,<br />
deine stumme Schönheit -,<br />
wie? sie flieht vor meinen Blicken nicht?</p>
<p>Schild der Notwendigkeit!<br />
Ewiger Bildwerke Tafel!<br />
    &#8211; aber du weißt es ja:<br />
    was alle hassen,<br />
    was allein ich liebe,<br />
    daß du ewig bist!<br />
    daß du notwendig bist!<br />
    Meine Liebe entzündet<br />
    sich ewig nur an der Notwendigkeit.</p>
<p>    Schild der Notwendigkeit!<br />
    Höchstes Gestirn des Seins!<br />
    &#8211; das kein Wunsch erreicht,<br />
    das kein Nein befleckt,<br />
    ewiges Ja des Seins,<br />
    ewig bin ich dein Ja:<br />
    denn ich liebe dich, o Ewigkeit! &#8211;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rimus remedium.</title>
		<link>http://www.lieder-des-prinzen-vogelfrei.de/allgemein/rimus-remedium/</link>
		<comments>http://www.lieder-des-prinzen-vogelfrei.de/allgemein/rimus-remedium/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 14:59:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.lieder-des-prinzen-vogelfrei.de/?p=20</guid>
		<description><![CDATA[Oder: Wie kranke Dichter sich trösten. Aus deinem Munde, Du speichelflüssige Hexe Zeit, Tropft langsam Stund’ auf Stunde. Umsonst, dass all mein Ekel schreit: &#8220;Fluch, Fluch dem Schlunde Der Ewigkeit!&#8221; Welt – ist von Erz: Ein glühender Stier, – der hört kein Schrein. Mit fliegenden Dolchen schreibt der Schmerz Mir in’s Gebein: &#8220;Welt hat kein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oder: Wie kranke Dichter sich trösten.</p>
<p>      Aus deinem Munde,<br />
Du speichelflüssige Hexe Zeit,<br />
Tropft langsam Stund’ auf Stunde.<br />
Umsonst, dass all mein Ekel schreit:<br />
&#8220;Fluch, Fluch dem Schlunde<br />
      Der Ewigkeit!&#8221;<br />
<span id="more-20"></span></p>
<p>Welt – ist von Erz:<br />
Ein glühender Stier, – der hört kein Schrein.<br />
Mit fliegenden Dolchen schreibt der Schmerz<br />
Mir in’s Gebein:<br />
      &#8220;Welt hat kein Herz,<br />
Und Dummheit wär’s, ihr gram drum sein!&#8221;</p>
<p>      Giess alle Mohne,<br />
Giess, Fieber! Gift mir in’s Gehirn!<br />
Zu lang schon prüfst du mir Hand und Stirn.<br />
Was frägst du? Was? &#8220;Zu welchem – Lohne?&#8221;<br />
– – Ha! Fluch der Dirn’<br />
Und ihrem Hohne!</p>
<p>      Nein! Komm zurück!<br />
Draussen ist’s kalt, ich höre regnen –<br />
Ich sollte dir zärtlicher begegnen?<br />
– Nimm! Hier ist Gold: wie glänzt das Stück! –<br />
      Dich heissen &#8220;Glück&#8221;?<br />
Dich, Fieber, segnen? –</p>
<p>      Die Thür springt auf!<br />
Der Regen sprüht nach meinem Bette!<br />
Wind löscht das Licht, – Unheil in Hauf’!<br />
– Wer jetzt nicht hundert Reime hätte,<br />
      Ich wette, wette,<br />
Der gienge drauf!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nach neuen Meeren.</title>
		<link>http://www.lieder-des-prinzen-vogelfrei.de/allgemein/nach-neuen-meeren/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 14:57:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Dorthin – will ich; und ich traue Mir fortan und meinem Griff. Offen liegt das Meer, in’s Blaue Treibt mein Genueser Schiff. Alles glänzt mir neu und neuer, Mittag schläft auf Raum und Zeit –: Nur dein Auge – ungeheuer Blickt mich’s an, Unendlichkeit!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dorthin – will ich; und ich traue<br />
Mir fortan und meinem Griff.<br />
Offen liegt das Meer, in’s Blaue<br />
Treibt mein Genueser Schiff.<br />
<span id="more-18"></span></p>
<p>Alles glänzt mir neu und neuer,<br />
Mittag schläft auf Raum und Zeit –:<br />
Nur dein Auge – ungeheuer<br />
Blickt mich’s an, Unendlichkeit!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Mein Glück!&#8221;</title>
		<link>http://www.lieder-des-prinzen-vogelfrei.de/allgemein/mein-gluck/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 14:57:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Tauben von San Marco seh ich wieder: Still ist der Platz, Vormittag ruht darauf. In sanfter Kühle schick’ ich müssig Lieder Gleich Taubenschwärmen in das Blau hinauf – Und locke sie zurück, Noch einen Reim zu hängen in’s Gefieder – mein Glück! Mein Glück! Du stilles Himmels-Dach, blau-licht, von Seide, Wie schwebst du schirmend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tauben von San Marco seh ich wieder:<br />
Still ist der Platz, Vormittag ruht darauf.<br />
In sanfter Kühle schick’ ich müssig Lieder<br />
Gleich Taubenschwärmen in das Blau hinauf –<br />
      Und locke sie zurück,<br />
Noch einen Reim zu hängen in’s Gefieder<br />
– mein Glück! Mein Glück!<br />
<span id="more-16"></span></p>
<p>Du stilles Himmels-Dach, blau-licht, von Seide,<br />
Wie schwebst du schirmend ob des bunten Bau’s,<br />
Den ich – was sag ich? – liebe, fürchte, neide…<br />
Die Seele wahrlich tränk’ ich gern ihm aus!<br />
      Gäb’ ich sie je zurück? –<br />
Nein, still davon, du Augen-Wunderweide!<br />
– mein Glück! Mein Glück!</p>
<p>Du strenger Thurm, mit welchem Löwendrange<br />
Stiegst du empor hier, siegreich, sonder Müh!<br />
Du überklingst den Platz mit tiefem Klange –:<br />
Französisch, wärst du sein accent aigu?<br />
Blieb ich gleich dir zurück,<br />
Ich wüsste, aus welch seidenweichem Zwange…<br />
– mein Glück! Mein Glück!</p>
<p>Fort, fort, Musik! Lass erst die Schatten dunkeln<br />
Und wachsen bis zur braunen lauen Nacht!<br />
Zum Tone ist’s zu früh am Tag, noch funkeln<br />
Die Gold-Zieraten nicht in Rosen-Pracht,<br />
Noch blieb viel Tag zurück,<br />
Viel Tag für Dichten, Schleichen, Einsam-Munkeln<br />
– mein Glück! Mein Glück!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Liebeserklärung</title>
		<link>http://www.lieder-des-prinzen-vogelfrei.de/allgemein/liebeserklarung/</link>
		<comments>http://www.lieder-des-prinzen-vogelfrei.de/allgemein/liebeserklarung/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 14:56:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[(bei der aber der Dichter in eine Grube fiel -) Oh Wunder! Fliegt er noch? Er steigt empor, und seine Flügel ruhn? Was hebt und trägt ihn doch? Was ist ihm Ziel und Zug und Zügel nun? Gleich Stern und Ewigkeit Lebt er in Höhn jetzt, die das Leben flieht, Mitleidig selbst dem Neid –: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(bei der aber der Dichter in eine Grube fiel -)</p>
<p>     Oh Wunder! Fliegt er noch?<br />
Er steigt empor, und seine Flügel ruhn?<br />
     Was hebt und trägt ihn doch?<br />
Was ist ihm Ziel und Zug und Zügel nun?<br />
<span id="more-14"></span></p>
<p>     Gleich Stern und Ewigkeit<br />
Lebt er in Höhn jetzt, die das Leben flieht,<br />
     Mitleidig selbst dem Neid –:<br />
Und hoch flog, wer ihn auch nur schweben sieht!</p>
<p>     Oh Vogel Albatross!<br />
Zur Höhe treibt’s mit ew’gem Triebe mich.<br />
     Ich dachte dein: da floss<br />
Mir Thrän’ um Thräne, – ja, ich liebe dich!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Im Süden.</title>
		<link>http://www.lieder-des-prinzen-vogelfrei.de/allgemein/im-suden/</link>
		<comments>http://www.lieder-des-prinzen-vogelfrei.de/allgemein/im-suden/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 14:55:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.lieder-des-prinzen-vogelfrei.de/?p=12</guid>
		<description><![CDATA[So häng’ ich denn auf krummem Aste Und schaukle meine Müdigkeit. Ein Vogel lud mich her zu Gaste, Ein Vogelnest ist’s, drin ich raste. Wo bin ich doch? Ach, weit! Ach, weit! Das weisse Meer liegt eingeschlafen, Und purpurn steht ein Segel drauf. Fels, Feigenbäume, Thurm und Hafen, Idylle rings, Geblök von Schafen, – Unschuld [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So häng’ ich denn auf krummem Aste<br />
Und schaukle meine Müdigkeit.<br />
Ein Vogel lud mich her zu Gaste,<br />
Ein Vogelnest ist’s, drin ich raste.<br />
Wo bin ich doch? Ach, weit! Ach, weit!<br />
<span id="more-12"></span></p>
<p>Das weisse Meer liegt eingeschlafen,<br />
Und purpurn steht ein Segel drauf.<br />
Fels, Feigenbäume, Thurm und Hafen,<br />
Idylle rings, Geblök von Schafen, –<br />
Unschuld des Südens, nimm mich auf!</p>
<p>Nur Schritt für Schritt – das ist kein Leben,<br />
Stets Bein vor Bein macht deutsch und schwer.<br />
Ich hiess den Wind mich aufwärts heben,<br />
Ich lernte mit den Vögeln Schweben, –<br />
Nach Süden flog ich über’s Meer.</p>
<p>Vernunft! Verdriessliches Geschäfte!<br />
Das bringt uns allzubald an’s Ziel!<br />
Im Fliegen lernt’ ich, was mich äffte, –<br />
Schon fühl’ ich Muth und Blut und Säfte<br />
Zu neuem Leben, neuem Spiel…</p>
<p>Einsam zu denken nenn’ ich weise,<br />
Doch einsam singen – wäre dumm!<br />
So hört ein Lied zu eurem Preise<br />
Und setzt euch still um mich im Kreise,<br />
Ihr schlimmen Vögelchen, herum!</p>
<p>So jung, so falsch, so umgetrieben<br />
Scheint ganz ihr mir gemacht zum Lieben<br />
Und jedem schönen Zeitvertreib?<br />
Im Norden – ich gesteh’s mit Zaudern –<br />
Liebt’ ich ein Weibchen, alt zum Schaudern:<br />
&#8220;Die Wahrheit&#8221; hiess dies alte Weib…</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die fromme Beppa.</title>
		<link>http://www.lieder-des-prinzen-vogelfrei.de/allgemein/die-fromme-beppa/</link>
		<comments>http://www.lieder-des-prinzen-vogelfrei.de/allgemein/die-fromme-beppa/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 14:54:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.lieder-des-prinzen-vogelfrei.de/?p=10</guid>
		<description><![CDATA[So lang noch hübsch mein Leibchen, Lohnt’s sich schon, fromm zu sein. Man weiss, Gott liebt die Weibchen, Die hübschen obendrein. Er wird’s dem armen Mönchlein Gewisslich gern verzeih’n, Dass er, gleich manchem Mönchlein, So gern will bei mir sein. Kein grauer Kirchenvater! Nein, jung noch und oft roth, Oft trotz dem grausten Kater Voll [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So lang noch hübsch mein Leibchen,<br />
Lohnt’s sich schon, fromm zu sein.<br />
Man weiss, Gott liebt die Weibchen,<br />
Die hübschen obendrein.<br />
Er wird’s dem armen Mönchlein<br />
Gewisslich gern verzeih’n,<br />
Dass er, gleich manchem Mönchlein,<br />
So gern will bei mir sein.<br />
<span id="more-10"></span></p>
<p>Kein grauer Kirchenvater!<br />
Nein, jung noch und oft roth,<br />
Oft trotz dem grausten Kater<br />
Voll Eifersucht und Noth.<br />
Ich liebe nicht die Greise,<br />
Er liebt die Alten nicht:<br />
Wie wunderlich und weise<br />
Hat Gott dies eingericht!</p>
<p>Die Kirche weiss zu leben,<br />
Sie prüft Herz und Gesicht.<br />
Stets will sie mir vergeben, –<br />
Ja, wer vergiebt mir nicht!<br />
Man lispelt mit dem Mündchen,<br />
Man knixt und geht hinaus,<br />
Und mit dem neuen Sündchen<br />
Löscht man das alte aus.</p>
<p>Gelobt sei Gott auf Erden,<br />
Der hübsche Mädchen liebt<br />
Und derlei Herzbeschwerden<br />
Sich selber gern vergiebt.<br />
So lang noch hübsch mein Leibchen,<br />
Lohnt sich’s schon, fromm zu sein:<br />
Als altes Wackelweibchen<br />
Mag mich der Teufel frein!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Diesen ungewissen Seelen&#8221;.</title>
		<link>http://www.lieder-des-prinzen-vogelfrei.de/allgemein/diesen-ungewissen-seelen/</link>
		<comments>http://www.lieder-des-prinzen-vogelfrei.de/allgemein/diesen-ungewissen-seelen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 14:53:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.lieder-des-prinzen-vogelfrei.de/?p=8</guid>
		<description><![CDATA[Diesen ungewissen Seelen Bin ich grimmig gram. All ihr Ehren ist ein Quälen, All ihr Lob ist Selbstverdruss und Scham. Dass ich nicht an ihrem Stricke Ziehe durch die Zeit, Dafür grüsst mich ihrer Blicke Giftig-süsser hoffnungsloser Neid. Möchten sie mir herzhaft fluchen Und die Nase drehn! Dieser Augen hülflos Suchen Soll bei mir auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesen ungewissen Seelen<br />
Bin ich grimmig gram.<br />
All ihr Ehren ist ein Quälen,<br />
All ihr Lob ist Selbstverdruss und Scham.<br />
<span id="more-8"></span></p>
<p>Dass ich nicht an ihrem Stricke<br />
Ziehe durch die Zeit,<br />
Dafür grüsst mich ihrer Blicke<br />
Giftig-süsser hoffnungsloser Neid.</p>
<p>Möchten sie mir herzhaft fluchen<br />
Und die Nase drehn!<br />
Dieser Augen hülflos Suchen<br />
Soll bei mir auf ewig irre gehn.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>An Goethe</title>
		<link>http://www.lieder-des-prinzen-vogelfrei.de/allgemein/an-goethe/</link>
		<comments>http://www.lieder-des-prinzen-vogelfrei.de/allgemein/an-goethe/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 13:44:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.lieder-des-prinzen-vogelfrei.de/?p=5</guid>
		<description><![CDATA[Das Unvergängliche Ist nur dein Gleichniss! Gott der Verfängliche Ist Dichter-Erschleichniss… Welt-Rad, das rollende, Streift Ziel auf Ziel: Noth – nennt’s der Grollende, Der Narr nennt’s – Spiel… Welt-Spiel, das herrische, Mischt Sein und Schein: – Das Ewig-Närrische Mischt uns – hinein!&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Unvergängliche<br />
Ist nur dein Gleichniss!<br />
Gott der Verfängliche<br />
Ist Dichter-Erschleichniss…</p>
<p>Welt-Rad, das rollende,<br />
Streift Ziel auf Ziel:<br />
Noth – nennt’s der Grollende,<br />
Der Narr nennt’s – Spiel…</p>
<p><span id="more-5"></span></p>
<p>Welt-Spiel, das herrische,<br />
Mischt Sein und Schein: –<br />
Das Ewig-Närrische<br />
Mischt uns – hinein!&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.lieder-des-prinzen-vogelfrei.de/allgemein/an-goethe/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>An den Mistral</title>
		<link>http://www.lieder-des-prinzen-vogelfrei.de/allgemein/an-den-mistral/</link>
		<comments>http://www.lieder-des-prinzen-vogelfrei.de/allgemein/an-den-mistral/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 13:44:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Tanzlied. Mistral-Wind, du Wolken-Jäger, Trübsal-Mörder, Himmels-Feger, Brausender, wie lieb’ ich dich! Sind wir Zwei nicht Eines Schoosses Erstlingsgabe, Eines Looses Vorbestimmte ewiglich? Hier auf glatten Felsenwegen Lauf’ ich tanzend dir entgegen, Tanzend, wie du pfeifst und singst: Der du ohne Schiff und Ruder Als der Freiheit freister Bruder Ueber wilde Meere springst. Kaum erwacht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Tanzlied.</strong></p>
<p>Mistral-Wind, du Wolken-Jäger,<br />
Trübsal-Mörder, Himmels-Feger,<br />
Brausender, wie lieb’ ich dich!<br />
Sind wir Zwei nicht Eines Schoosses<br />
Erstlingsgabe, Eines Looses<br />
Vorbestimmte ewiglich?</p>
<p><span id="more-3"></span></p>
<p>Hier auf glatten Felsenwegen<br />
Lauf’ ich tanzend dir entgegen,<br />
Tanzend, wie du pfeifst und singst:<br />
Der du ohne Schiff und Ruder<br />
Als der Freiheit freister Bruder<br />
Ueber wilde Meere springst.</p>
<p>Kaum erwacht, hört’ ich dein Rufen,<br />
Stürmte zu den Felsenstufen,<br />
Hin zur gelben Wand am Meer.<br />
Heil! da kamst du schon gleich hellen<br />
Diamantnen Stromesschnellen<br />
Sieghaft von den Bergen her.</p>
<p>Auf den ebnen Himmels-Tennen<br />
Sah ich deine Rosse rennen,<br />
Sah den Wagen, der dich trägt,<br />
Sah die Hand dir selber zücken,<br />
Wenn sie auf der Rosse Rücken<br />
Blitzesgleich die Geissel schlägt, –</p>
<p>Sah dich aus dem Wagen springen,<br />
Schneller dich hinabzuschwingen,<br />
Sah dich wie zum Pfeil verkürzt<br />
Senkrecht in die Tiefe stossen, –<br />
Wie ein Goldstrahl durch die Rosen<br />
Erster Morgenröthen stürzt.</p>
<p>Tanze nun auf tausend Rücken,<br />
Wellen-Rücken, Wellen-Tücken –<br />
Heil, wer neue Tänze schafft!<br />
Tanzen wir in tausend Weisen,<br />
Frei – sei unsre Kunst geheissen,<br />
Fröhlich – unsre Wissenschaft!</p>
<p>Raffen wir von jeder Blume<br />
Eine Blüthe uns zum Ruhme<br />
Und zwei Blätter noch zum Kranz!<br />
Tanzen wir gleich Troubadouren<br />
Zwischen Heiligen und Huren,<br />
Zwischen Gott und Welt den Tanz!</p>
<p>Wer nicht tanzen kann mit Winden,<br />
Wer sich wickeln muss mit Binden,<br />
Angebunden, Krüppel-Greis,<br />
Wer da gleicht den Heuchel-Hänsen,<br />
Ehren-Tölpeln, Tugend-Gänsen,<br />
Fort aus unsrem Paradeis!</p>
<p>Wirbeln wir den Staub der Strassen<br />
Allen Kranken in die Nasen,<br />
Scheuchen wir die Kranken-Brut!<br />
Lösen wir die ganze Küste<br />
Von dem Odem dürrer Brüste,<br />
Von den Augen ohne Muth!</p>
<p>Jagen wir die Himmels-Trüber,<br />
Welten-Schwärzer, Wolken-Schieber,<br />
Hellen wir das Himmelreich!<br />
Brausen wir…oh aller freien<br />
Geister Geist, mit dir zu Zweien<br />
Braust mein Glück dem Sturme gleich. –</p>
<p>– Und dass ewig das Gedächtniss<br />
Solchen Glücks, nimm mein Vermächtniss,<br />
Nimm den Kranz hier mit hinauf!<br />
Wirf ihn höher, ferner, weiter,<br />
Stürm’ empor die Himmelsleiter,<br />
Häng ihn – an den Sternen auf!</p>
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